| May-30-08 | | sneaky pete: Spielmann in Kagans Neueste Schachnachrichten:
9.0-0 ..
Hier dachte ich an das klägliche Ende meiner Partie gegen Bogoljubow in Karlsbad (Spielmann vs Bogoljubov, 1923) und wollte diesmal wenigstens meinen König in Sicherheit bringen. Leider habe ich dabei keine Zeit, den Bauern f4 zu nehmen. Z.B. 9.Lxf4 Lxf4 10.Sxf4 Sg4! und auf 11.0-0 Se3 mit Qualitätsverlust ohne anderweitigen Ersatz. Die Fortsetzung 9.Sxf4 Te8+ 10.Sfe2 .. (10.Sce2 Lg4 nebst .. Lxf4) .. Sg4 wäre noch schlimmer. 9... g7-g5!
10.Sc3xd5 Sb8-c6
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Wir haben wieder die typische Stellung von 4 Bauern gegen 2 am Königsflügel. Wie ich schon bei der seinerzeitigen Besprechung des Abazzia-Turniers 1912 hervorgehoben habe, wird Weiß dagegen vergeblich ankämpfen und außerdem wird ihm sein Läufer c1 großen Kummer bereiten. Man wende nicht ein, daß die Bauernformation f4, g5, h6, f7 auch im Philidor- und Hansteingambit vorkommt. Zunächst behält Weiß in diesem Gambit den wichtigen Bauern und Stützpunkt e4, was auch das Kräfteverhältnis am Königsflügel (3 gegen 4 Bauern) ändert. Außerdem hat Weiß im Philidorgambit, wie aus Spielmann vs Gruenfeld, 1923 hervorgeht, Gelegenheit, mit g2-g3 die Bauernkette aufzurollen. Hier dagegen wäre 11.g3 Lh3 für Weiß garnicht spielbar. Als einzige Gegenaktion bleibt das Vorgehen der Bauern am Damenflügel. Ich versuchte dies auch, kam aber damit bei der scharfen Angriffsweise meines gewaltigen Gegners ins Hintertreten. Nach 11.c3 Sxd5 12.Lxd5 Se7 13.Le4 f5 trat der Vorteil des Schwarzen noch deutlicher in Erscheinung. Nach der Partie wurde von verschiedene Seiten 11.Sec3 .. angeregt. Ich habe diesen Zug aus allgemeinen Prinzipien verworfen, weil der Läufer auf b3 und der Springer auf c3 den b- und c-Bauern verstellen, die möglichst rasch vorgebracht werden müssen. Ich nehme Abschied von der Partie, die von Bogoljubow im schönsten Opferstil gewonnen wurde und die dem Königsgambit einen weiteren schweren Schlag versetzt. |