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Dec-10-09
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| whiteshark: Quote of the Day
" Chess is a terrible game. If you have no center, your opponent has a freer position. If you do have a center, then you really have something to worry about! " -- Tarrasch
n008y: What is a center? |
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| Dec-10-09 |
| HeMateMe: Who was it that said "The game is won by whoever makes the next to last blunder?" I always liked that one. |
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| Dec-10-09 |
| FHBradley: <HeMateMe> It was Tartakower who said that. |
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| Dec-10-09 |
| James Demery: Interesting comment parisattack. I`m curious why you think Tarrasch would have helped your game more than Nimzo? Do you think he was a better attacker than Nimzo? |
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Jan-23-10
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| Richard Taylor: I am nearly finished "Tarrasch's Best Games of Chess" (Selected and annotated by Fred Reinfeld)... I played about 1 game day on my daily walk with my son - we really enjoyed his games far more than any other GM or "great" we had played. His abilities were Protean - every aspect of the game. one endgame idea was copied by Lasker as he admitted and his combinations are marvelous, as was his ability to show how a small weakness or lack or time or tempi can lead almost inevitably to a loss... but, as well as great attacks, there are also some great good defensive games and so on. And his analysis is awesome. I have Morphy's Lasker's, Alekhine's, Capa's, Rubinstein's, Keres, Botvinniks's and many others etc so I must compare...I expect they will all be (more or less) on a par. Apart from openings etc he compares well with modern masters. All modern masters learnt from him and his contemporaries. |
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Jan-23-10
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| Richard Taylor: <keypusher> I certainly had Lasker up there in the gods but I mean that now I see that Tarrasch was very close...he lost to Lasker when he was older I believe. Also he beat the young Alekhine. In anycase I think in recent times Tarrasch's reputation compared to such as Lasker etc has not been so good, but this is unfortunate if people neglect his games. I cant say who is "best" (Lasker probably on results - he was also a "psychologist" and of course a great a deep player) but I can say I enormously enjoyed his games and also learnt a lot from them. And I kept thinking of what he said - "Chess, lie love, like music, has the power to make men happy." [Of course nowadays we would say "people" but the point is there.] |
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Jan-23-10
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| Richard Taylor: Should be "like love" of course. |
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Mar-05-10
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| wordfunph: Siegbert Tarrasch: "In my time there are only two great chess players. The other one is Lasker..." happy birthday Siegbert Tarrasch! |
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Apr-02-10
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| wordfunph: Famous German Grandmaster Siegbert Tarrasch claimed that 3…c5! was the only correct defence to the Queen's Gambit (1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nf3 c5) |
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Apr-07-10
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| keypusher: There are a few historical questions I have right now that I wonder if anyone can help with. 1. Did Pillsbury ever challenge Lasker? Did he ever try to raise match-stakes? 2. Does anyone have Tarrasch's Schach und Geisteskrankheiten: Der Fall Pillsbury (Chess and Mental Illness: the case of Pillsbury), in English or German? 3. Does anyone have the first edition of Tarrasch's Nuremberg 1896 tournament book, or his Vienna 1898 tournament book? Can't find them on Google books. |
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| Apr-07-10 |
| sneaky pete: <keypusher> I have a 197? reprint of <Schach und Geisteskrankheiten> somewhere, but I can't find it right now. Would you like me to post it in installments here? I might fabricate a photocopied pirate edition for you and send it by mail. First I must find the thing. I know it's somewhere in my two room apartment, not far from <Jüdisches und arisches Schach>, another infamous classic. |
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Apr-07-10
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| keypusher: <sneaky pete> whatever works for you. I do not want to put you to any trouble, and I would think posting it here would be a lot of work. I would love to get a copy. |
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Apr-07-10
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| parisattack: <wordfunph: Siegbert Tarrasch: "In my time there are only two great chess players. The other one is Lasker..."
happy birthday Siegbert Tarrasch!>
Oh, the modesty of chessplayers!
300 Chess Games may well be the greatest instructional chess book every written. But as far as players -Lasker and Tarrasch -not the same league. |
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| Apr-08-10 |
| FHBradley: <Famous German Grandmaster Siegbert Tarrasch claimed that 3…c5! was the only correct defence to the Queen's Gambit (1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nf3 c5)> The next thing is to figure out is what Siggy meant by 'correct'. |
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| Apr-10-10 |
| sneaky pete: From the Berliner Lokalanzeiger, 1906
Dr. med. S. Tarrasch: DER FALL PILLSBURY
So ist denn der amerikanische Großmeister des Schachspiels von seinen Leiden erlöst. "Tod bietet Schach!", unter diesem sensationellen Titel brachte ein amerikanisches Blatt vor etwa einem halben Jahre die Nachricht, daß Pillsbury in geistige Umnachtung gefallen sei. Und nun hat der Tod die Partie selbtsverständlich gewonnen und mattgesetzt. Im blühensten Mannesalter, mit 34 Jahren, ist Pillsbury gestorben. Wie ein Meteor tauchte er vor kaum zehn Jahren in der großen Schachwelt auf. Als homo novus nahm er an dem großen Schachturnier zu Hastings 1895 teil und erstritt gegen alle Koryphäen der Schachspielkunst, die vollzählig versammelt waren, in glänzender Weise den überraschensten Sieg. Damit war sein Glück gemacht. Seine Landsleute bereiteten ihm bei seiner Rückkehr einen enthusiastischen Empfang, und überall wurde er als ein neues Schachgenie anerkannt. Und nun kam in fast ununterbrochener Reihe ein glänzender Turniererfolg nach dem anderen. Freilich, zum Höhe seines ersten Sieges sollte er sich nie wieder aufschwingen, aber unter den ersten Preisträgern der Weltturniere befand er sich immer. Seine Spielweise hatte sehr viel spezifisch Amerikanisches an sich. Ihr Hauptzug war eine Energie sondergleichen, die geeignet war, jedem, auch dem stärksten Gegner, geradezu Furcht einzujagen. Von des Gedankens Blässe war sein Spiel nicht angekränkelt, und der wissenschaftliche Tiefsinn, den deutsche Meister, ja, sogar Dilettanten in das Schachspiel zu legen wissen, war ihm fremd. Seine Spielweise war vor allem praktisch, daher die Gleichmäßigkeit seiner Erfolge, die ihn den Besten seiner Zeit auf diesem Gebiete gleichstellten. So hat er sich auf schachliterarischem Gebiete nicht versucht, darin seinem berühmten Landsmanne Morphy gleichend, mit dem er überhapt im Lebenslauf, wie in der Spielweise eine große Ähnlichkeit hat. Auch Morphy tauchte vor einem halben Jahrhundert wie ein Meteor auf und besiegte alle Gegner, die sich ihm stellten, um nach wenigen Jahren in geistiger Umnachtung zu enden. |
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| Apr-10-10 |
| sneaky pete: Der Fall Pillsbury - continued
Auf einem Gebiete des Schachs hat Pillsbury geradezu Ungeheures geleistet und die menschliche Leistungsfähigkeit auf einer Rekordhöhe gezeigt, nämlich in dem sogenannten Blindspiel, im Spiel ohne Brett und Figuren. Vor kaum 100 Jahren wurde der grose französiche Meister Philidor angestaunt, weil er drei Partien gleichzeitig blind spielen konnte. Spätere Meister brachten es auf 8 bis 12, der berühmte Zukertort sogar auf 16 Partien. Pillsbury aber hat es im Jahre 1902 zu Hannover fertiggebracht, nicht weniger als 21 Partien in dieser Weise gleichzeitig zu führen! Wenn man bedenkt, wie schwierig es schon sein müßte, 3, 8 oder gar 21 Briefe gleichzeitig zu diktieren, so kann man sich eine Vorstellung davon machen, was es heißt, 21 starke Gegner im Schach zu bekämpfen, ohne Brett und Figuren zu sehen, also alle Verwicklungen auf 21 Brettern im Kopfe zu beherrschen. Aber was für eine übermenschliche Anstrengung heißt dies dem Gehirn zumuten! Schon damals wurde dem Meister von kompetenter Seite dringend von derartigen Vorstellungen abgeraten, da er sich damit ruinieren müßte. Als er im folgenden Jahre auf seiner Tournee durch Deutschland, wo er sich überall im Blindspiel produzierte, auch nach Nürnberg kam, lehnten wir eine derartige Produktion ab, da wir uns nicht zu Mitschuldigen an einem solchen Verbrechen machen wollten. Die geistige Erkrankung, die ihn vor einem Jahre überfiel, wurde schon längst überall prognostiziert, aber, wie mir scheint, doch nicht mit vollem Recht. Durch Überanstrengung allein entsteht überhaupt keine geistige Erkrankung, besonders nicht diejenige, der Pillsbury erlegen ist, die progessive Paralyse. Diese entwickelt sich stets in einem durch konstitutionelle Krankheit geschwächten Körper. Ist der Boden aber einmal hierdurch vorbereitet, dann kann durch irgend eine Veranlassung, durch eine Kopfverletzung z.B., jene furchtbare Geisteskrankheit, die regelmäßig zum Tode führt, hervorgerufen werden. Zu diesen veranlassenden Momenten mögen wohl auch geistige Überanstrengungen zu rechnen sein, die eigentliche Ursache aber ist immer die Erschütterung der ganzen Konstitution durch voraufgegangene Krankheit. Gerade bei Gelegenheit des Falles Pillbury hat man vielfach in Zeitungen auf die Gefährlichkeit des Schachspiels hingewiesen, meines Erachtens ganz ohne Grund. Gesunden Menschen ist das Schachspiel, wie jede geistige Tätigkeit, nicht schädlich, und zu Geisteskrankheiten beanlagte Menschen werden durch alles mögliche geisteskrank. Um das Vorurteil von der Gefährlichkeit des Schachspiels zu zerstreuen, ist hier wohl der Ort, die Fälle von Geisteskrankheiten bei Schachspielern, die sich in den letzten 25 Jahren ereignet haben, näher auf ihre Ursachen zu untersuchen. Ich beschränke mich lediglich auf diese Fälle, da sie mir sämtlich persönlich gut bekannt gewesen sind und ich mir also hierüber eine authentische Meinung habe bilden können. |
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| Apr-10-10 |
| sneaky pete: Der Fall Pillsbury - continued
Außer Pillsbury sind in dieser Zeit nur drei Schachmeister von Namen geistig erkrankt gewesen, der Leipziger Meister Minckwitz, der Deutsch-Russe Schiffers und der Weltmeister Steinitz. Bei Minckwitz hat das Schach nicht das Geringste mit seiner Krankheit zu tun, die meines Erachtens als "primäre halluzinatorische Verrücktheit" anzusprechen ist. Minckwitz war erblich so schwer belastet, daß er in jedem Beruf geisteskrank geworden wäre. Von seinem Vater, der Professor an der Leipziger Universität war, erzählt man nicht als Anekdote, sondern als Tatsache, daß er in einem Kolleg vorzutragen pflegte: "Es gibt nur drei hervorragende deutsche Dichter: Schiller, Goethe und den dritten verbietet mir meine Bescheidenheit zu nennen." Damals war die Zeit, wo Paul Lindau noch eifrig auf die Jagd nach Sonntagsdichtern ging und sie, wo er sie fand, zum Ergötzen des Publikums zu zerpflücken liebte. So machte er sich auch einmal über Minckwitz' Epos "Die Befreiungskriege" her und zitierte eine Stelle aus der Beschreibung der Schlacht von Leipzig: "Napoleon war gelb wie ein Solei,
Man sah ihm an, daß ihm nicht wohl sei."
Solch ein Vers. ernst gemeint, spricht Bände. Bei solcher Heredität können wir das Schachspiel ruhig aus der Ätiologie der Minckwitzschen Geisteskrankheit streichem; sicherlich hat es ihm viel weniger geschadet als der Alkohol, dem er stark ergeben war. Der Petersburger Schiffers war ein vielseitig gebildeter, hochintelligenter Mensch, von prachtvollem Humor, von lebhafter Unterhaltungsgabe, liebenswürdig im Verkehr, kurz, wie es im Studentenliede heißt: "ein Kerl wie Samt und Seide, nur schade, daß er suff!". Das tat er denn auch leider mit großer Konsequenz, und so ist es kein Wunder, daß er ein paarmal ins Irrenhaus kam und jedesmal kürzere oder längere Zeit nach seiner Entlassung rückfällig wurde. Seine Krankheit war: alkoholische Psychose; mit dem Schachspiel hatte sie nicht das geringste zu tun. Er hat sich auch nie sonderlich im Schach angestrengt, sondern spielte in Turnieren immer so recht con amore, als ob es um gar nichts ginge. Gleichwohl hat er bekanntlich recht hbsche Erfolge erzielt. Seine sympathische Persönlichkeit wird allen, die ihn gekannt haben, in angenehmster Erinnerung bleiben. Schwächen hat jeder Mensch, und sterben muß ebenfalls jeder Mensch, der eine früher, der andere später, der eine an dieser, der andere an jener Krankheit, in Grunde genommen sterben wir alle - am Leben! |
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| Apr-10-10 |
| sneaky pete: Der Fall Pillsbury - continued
Der berühmte Steinitz, durch mehr als 20 Jahre hindurch fast unbestritten der stärkste Schachspieler der Welt, erkrankte im Alter von 60 Jahren nach seinem zweiten Wettkampf mit Lasker in Moskau im Jahre 1896. Schon wurde er durch die Zeitungen totgesagt, und ich verfaßte einen sehr eingehenden Nekrolog, den ich in der Deutsche Schachzeitung veröffentlichte und in dem ich seine großartigen Verdienste um die Schachspielkunst in gebührenden Weise würdigte. Aber siehe da, Steinitz kehrte sich weder an Zeitungen, noch an seinen Nekrolog, sondern zog es vor, wieder gesund zu werden, und anscheinend kerngesund spielte er zwei Jahre darauf in dem großen Wiener Turnier 1898 mit, wo ich ihm seinen Nekrolog zu lesen gab. Er las ihn mit groser Genugtuung und war sehr befriedigt darüber, daß ich seine Verdienste in so helles Licht gesetzt hatte. Ein Jahr darauf aber kam ein Rückfall seiner Krankheit, und bald danach starb er. Diagnose: progressive Paralyse. Ursache: konstitutionelle, vielleicht ererbte Erkrankung, dem Eingeweihten kenntlich an einer eigentümlichen Destruktion seiner Nase, die gerade so aussah, als ob sie noch im letzten Moment durch eine schnell eingeleiteten Kur vor weiterer Schädigung bewahrt worden wäre. Das Schach hat jedenfalls nicht die Ursache seiner Krankheit gebildet, zum mindestens nicht die geistige Anstrengung beim Schach. Wohl aber ist es sehr wohl möglich, daß die Enttäuschung über den Verlust seines zweiten Wettkampf mit Lasker eine Veranlassung zum Ausbruch der Krankheit gewesen ist. Denn Kummer und Sorge, Verluste, getäuschte Hoffnungen bilden ein wichtiges Moment in der Entstehung der Geisteskrankheiten, besonders auch der Paralyse. Wieviel vernünftiger ist es darum, nach den Lehren des griechischen Philosophen Epiktet zu leben, der im 19. Abschnitt seines Handbüchleins der Moral allen ernstes die Weisung gibt: "Du kannst unbesiegt dastehen, du mußt dich nur in keinen Kampf einlassen, in welchem obzusiegen nicht in deiner Macht steht." Epiktet war - dies muß zu seiner Entschuldigung gesagt werden - ein Sklave, und einem Sklaven mag solche Moral wohl anstehen. Wer aber kein Sklave von Geburt oder Anlage ist, der wird es eben vorziehen, den ungewissen Kampf - und ein richtiger Kampf ist immer ungewiß - aufzusuchen, um das Hochgefühl des Sieges zu empfinden, wenn ihm auch auf der anderen seite die Verzweiflung der Niederlage droht. |
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| Apr-10-10 |
| sneaky pete: Der Fall Pillsbury - conclusion
Auch bei Pillsbury traten die ersten Anzeichen seiner Krankheit bald nach dem Turnier von Cambridge Springs 1904 hervor, wo er zum ersten Mal in einem großen Turnier leer ausging und den Stern seines Rivalen Marshall in leuchtendem Aufstieg sehen mußte. Wahrscheinlicher ist es indes, daß sein Mißerfolg in diesem Turnier bereits die Folge seiner sonst noch latenten Krankheit war, die dann nach und nach überhand nahm und ihn bald völlig niederzwang. Pillsbury hat eine kurze, aber glänzende Karriere hinter sich: knapp 10 Jahre. Aber seine Partien sind selbstverständlich aufnotiert und werden in späterer Zeit viele Schachfreunde erfreuen, wie sie es in unserer Zeit getan haben, und so ist sein Name für alle Zeit in die Annalen der Schachspielkunst eingegraben. An seiner Bahre trauert mit seiner Witwe die gesamte Schachwelt. Er hat wohl Rivalen und Gegner gehabt, aber keinen einzigen Feind - und das ist der einzige Vorwurf, den ich ihm machen kann. |
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Apr-10-10
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| keypusher: thanks sneaky pete! |
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Apr-12-10
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| keypusher: Part I
Below is my translation of Tarrasch's Chess and Mental Illness: The Case of Pillsbury. <sneaky pete> graciously supplied the original. This sort of thing is much harder to translate than chess annotations, so I am sure I made many mistakes. But it's an interesting article. German I was particularly unsure of I put in brackets. The American grandmaster is delivered from his suffering. "Death Challenges <bietet> Chess!" -- under this sensational title announced an American newspaper that Pillsbury had fallen victim to mental illness. And now Death has obviously won and given mate. In the flower of manhood, at the age of 34, Pillsbury has died. Like a meteor he appeared ten years ago before the chess world. As a <homo novus> he took part in the great chess tournament at Hastings 1895 and battled against all the luminaries of the art of chess, who were all assembled -- and in brilliant fashion won a surprising victory. Then was his fortune made. His countrymen gave him an enthusiastic reception on his return, and everywhere a new chess genius was recognized. And now came a rapid succession of brilliant tournament successes, one after another. Of course, he did not again rise to the height of his first success <zum Hohe seines ersten Sieges sollte er sich nie wieder aufschwingen>, but he was always among the leading prizewinners in international tournaments. His style had something very specifically American in it. Its main feature was unequalled energy, that instilled something very like fear in even the strongest opponents. His play was not sickled o'er with the pale cast of thought <Von des Gedankes Blasse war sein Spiel nicht angekrankelt>, and the scientific profundity, which the German master and even the German amateur know how to put in their play, was foreign to him. His play was above all practical, from which resulted the consistency of his success, in which he was equal to the best of his time. He never applied himself to the field of chess literature, and in this he resembled his brilliant countryman Morphy, as did he also in course of life, as well as chess style. For Morphy also appeared like a meteor half a century before and conquered all opponents who met him, and some years later ended in madness. In one field of chess Pillsbury's achievements were particularly enormous and brought human capcity to a record level <Auf einem Gebiete des Schachs hat Pillsbury geradezu Ungeheres geleistet unde die meschliche Leistungsfahigkeit auf einer Rekordhohe gezeit>, namely in so-called blindfold chess, playing without board or pieces. Scarcely 100 years ago the great French master Philidor astonished observers when he played three opponents at once blindfold. Later masters brought this to eight, then 12, and the famous Zukertort even to 16 games. But Pillsbury in the year 1902 managed to conduct no fewer than 21 games in this fashion! When one considers, how difficult it must be to dictate three, eight or 21 letters at once, so can one get an idea, what is meant <heisst>, to struggle with 21 strong opponents, and, without sight of board or pieces, to retain 21 different positions in your head. What a superhuman effort is required of the brain! |
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Apr-12-10
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| keypusher: Part II
Already then competent people advised the master to abandon this idea, that must end in ruin. When he tourned Germany the following year, he everywhere exhibited blindfold play, but when he came to Nuremberg, we would not allow such an exhibition, so that we would not be accomplices in such a crime. The mental illness, that struck him a year ago, was long predicted by everyone, but, in my opinion, this was not completely correct. By itself, great effort cannot cause mental illness, if one is not (as Pillsbury was) struck by progressive paralysis. <This was, I have read, the polite term of the day for syphilis, or at least the mental symptoms that sometimes occurred in its third stage. Does anyone know whether this is true or false?> This develops rather in a body weakened by disease. Once the ground has been prepared, then many causes, for example a head injury, can bring about the fearsome mental illness that regularly ends in death. To this list of factors great mental effort can be added, but the root cause is always the shock to the whole system of already-progressing illness. Especially in Pillsbury’s case, the newspapers have frequently stated that chess is hazardous, in my opinion quite without basis. Chess, like any intellectual activity, is healthy for men, not harmful, and mental illness comes to the insane by every possible means <und zu Geisteskrankheiten beanlagte Menschen werden durch alles moglich geistkrank>. To dispel the prejudice that chess is harmful, it is appropriate to describe those chessplayers who have fallen victim to mental illness in the last 25 years, and to investigate the causes of their disease. I will limit my investigation to those personalities I knew well and about whom I can express a knowledgeable opinion <und ich mir also hieruber eine authentische Meinung habe bilde konnen>. Beside Pillsbury are in this era only three chessmasters of note who have been mentally ill, the Leipzig master Minckwitz, the German-Russian Schiffers <by the term Deutsche-Russe I take Tarrasch to mean the descendents of the 18th century German migration to Russia, and not people with dual nationality> and the world champion Steinitz. For Minckwitz chess has not the slightest to do with his mental illness, which in my opinion must be ascribed to “primary hallucinatory madness” <”primare halluzinatorische Verrucktheit”>. Minckwitz was unfortunately placed, such that he was at great risk of mental illness. Of his father, a professor at Leipzig University, it is recounted (not as a funny story, but as truth) that he used to say in his lectures: “There are only three great German writers: Schiller, Goethe, and the third modesty forbids me to name.” <This reads exactly like Janowski’s alleged statement about the great chessmasters of his own time – perhaps Janowski's quote is spurious?> This was the era in which Paul Lindau went eagerly on the hunt for Sunday poets <Sonntagdichtern> and, when he found one, tore him to pieces to the delight of the public. He came upon Minckwitz’s epic “The War for Liberation” <”Die Befreiungskriege”> and quoted the following verse describing the Battle of Leipzig: Napoleon was yellow like a pickled egg <Solei>,
Anyone who saw him knew good health he must beg.
<Napoleon war gelb wie ein Solei,
Man sah ihm an, dass ihm nicht wohl sei.>
<Obviously I warped the meaning for the sake of getting a rhyme.> Such a dreadful verse speaks volumes. With such an inheritance, we can rule out chess from the etiology of Minkwitz’s mental illness; surely it did him less harm than alcohol, to which he was strongly attached. |
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Apr-12-10
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| keypusher: Part III
The St. Petersburger Schiffers was broadly cultivated, highly intelligent man, with a splendid sense of humor <von prachtvollem Humor – maybe “splendid temperament” is better?>, a lively conversationalist, amiable in company <Verkehr>, in short, as the student song says, “a fellow like velvet and silk, the only harm, is that he drinks!” <”ein Kerl wie Samt und Seide, nur schade, dass er suff!”>. This he did with great consistency, and so it is no wonder, that he went to the madhouse several times, and a greater or shorter time after his release, each time relapsed. His disease was: alcoholic psychosis; chess had nothing to do with this. He never showed any particular strain playing chess; rather in tournaments he always played well “con amore,” as if nothing were at stake <sondern spielte in Turnieren immer so recht con amore, als ob es um gar nichts ginge>. Nevertheless, he achieved well-known, beautiful successes <Gleichwohl hat er bekanntlich recht huebsche Erfolge erzielt>. His sympathetic personality was known to all who met him and remains in memory. Every man has weaknesses, and every man must die, one sooner, others later, one from this, others from that disease; in fact we all die – to Life! <Swachen hat jeder Mensch, und sterben muss ebenfalls jeder Mensch, die eine fruher, der andere spater, der eine an dieser, der andere an jener Krankheit, in Grunde genommen sterben wir alle – am Leben!> The famous Steinitz, for more that 20 years almost indisputably the strongest player in the world, fell ill in his 60th year, after the second match with Lasker in Moscow in 1896. Then the newspapers pronounced him dead, and I wrote a very detailed obituary in the Deutsche Schachzeitung, where I praised his great contributions to the art of chess, in fitting style. But lo and behold, Steinitz defied the newspapers, as well as his obituary, and in a reversal, regained his health, and seemingly recovered, played two years later in the great Vienna 1898 tournament, when I read him his obituary. <I have grave doubts about this whole sentence, which in the original reads: <Aber siehe da Steinitz Kehrte sich weder an Zeitungen, noch an seinen Nekrolog, sodern zog es vor, weider Gesung zu werden, und anschiend kerngesung spiele er zwei Jahre darauf in dem grossen Wiener Turnier 1898 mit, wo ich ihm seinen Nekrolog zu lesen gab.> Corrections welcome!> He heard it with great satisfaction and was very happy that I had placed such a bright light on his contributions. But a year later came a relapse of his disease, and soon he died. Diagnosis: progressive paralysis. Cause: constitutional, perhaps inherited disease, that knowledgeable observers diagnosed from an unusual collapse of his nose, which looked exactly as if a cure had been undertaken hastily at the last moment to prevent further damage. Chess certainly was not the cause of his illness, at least not the mental effort of chess. But it is very possible that the disappointment over the loss of his second match with Lasker was a cause of the outbreak of the illness. For grief and sorrow, defeat, disappointed hopes are all important factors in the genesis of mental illness, especially for paralysis. How very rational, therefore, the teaching of the Greek philosopher Epictetus, who in the 19th chapter of his little handbook of morals earnestly instructs: "You can remain undefeated; you must not engage in any battle where the result does not depend entirely on your own power." <"Du kannst unbesiegt dastehen, du musst dich nur in keinen Kampf einlassen, in welchem obzusiegen nicht in diener Macht steht."> Epictetus was -- it must be said in his defense -- a slave, and a slave with such meager <mag> morality is satisfied. But he who is no slave by birth or inclination will prefer the uncertain struggle -- and a just struggle is always uncertain -- and seek the elation of victory, though on the other side threatens the despair of defeat. |
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Apr-12-10
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| keypusher: Part IV/Conclusion
With Pillsbury, the first symptoms of his illness began to show soon after the tournament at Cambridge Springs 1904, where he for the first time came away empty-handed, and had to see the star of his rival Marshall in shining ascent. It is probable, though, that his failure in this tournament resulted from his disease, already present, that little by little gained the upper hand and soon completely conquered him. Pillsbury had a short but brilliant career behind him: less than 10 years. But his outstanding games were recorded and will in times to come be enjoyed by chess fans, as they have been in our time, and thus his name is engraved in the annals of chess. At his grave, the whole chess world weeps together with his widow. He had rivals and opponents, but not a single enemy -- and this is the only reproach I can make against him. |
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Sep-02-10
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| Ron: Thank you <keypusher> for the translation. I have stated more than once here that Tarrasch is one of my chess heroes, and yet I was hitherto unware that he wrote about Pillsbury.
The Tarrasch selection you translated shows his magnanimity. Not only did Tarrasch seek to advace himself in chess (like any other chess player) but he had a higher goal: the advancement of chess itself. |
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